Ameise trägt betäubte Spinne

Anmerkung vorweg: In den Kommentaren haben aufmerksame Leser beschrieben, dass es sich hier um eine Wespe handelt und meine Vergleiche im folgenden Text etwas hinken. Schaut einfach etwas weiter unten in den Kommentaren.

 

Heute Abend hat Hilke mich auf den Hof geholt. Was sie sah war schon faszinierend. Eine kleine Ameise mit Flügeln hat eine Spinne, die Ihr eigenes Gewicht um ein mehrfaches überstieg, über mindestens 40 Meter gezogen. Hilke hat vorher noch beobachtet, wie eine andere Ameise versucht hat der Flügelameise die Spinne abzunehmen. Ohne Erfolg.

Die Spinne schien stark betäubt zu sein, da die Gegenwehr sich in Grenzen hielt.

Da ich das so unvorstellbar finde, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, was das für uns Menschen bedeuten würde

Unglaublich, wenn man mal einen Größenvergleich anstellt. Die Ameise war schätzungsweise 5 mm lang und nach dem was ich ergoogled habe, vielleicht 3 mg schwer. Eine Kreuzspinne, die etwa der Größe dieser Spinne entspricht, wiegt ca. 500 mg. Bei einer Strecke von 40 Metern bedeutet das im Vergleich, dass ein Mensch mit einer durchschnittlichen Größe von 1,78 Metern (Wikipedia: Mann 2005) und 71,5 kg Normalgewicht (link) ein Gewicht von knapp 12 Tonnen, also vergleichbar mit einem LKW (vermutlich mit angezogener Handbremse um einen vergleichbaren Reibungsfaktor hinzubekommen) über eine Strecke von mehr als 14 km ziehen müsste um eine vergleichbare Leistung zu erbringen. Und dann wehrt sich der LKW noch nicht mal und es zieht auch niemand an der anderen Seite daran.

Anbei ein paar Bilder, damit Ihr Euch das vorstellen könnt. Die Macrofotografen unter Euch mögen mir die geringe Schärfentiefe und nicht perfekte Schärfe verzeihen. Es musste etwas schnell gehen und ich bin da leider kein Experte.
(Sollte ich mich verrechnet haben freue ich mich genauso über Kommentare, wie über Informationen zu den Gattungen der Tiere und deren Verhalten.)

4 Comments

  1. Rolf 10. August 2015 at 23:18 #

    Das ist keine Ameise, sondern eine Wegwespe (Fam. Pompilidae), vermutlich aus der Gattung Arachnospila. Davon gibt es in Deutschland ca. 20 Arten, die nach Fotos nicht unterschieden werden können.

  2. Michael 11. August 2015 at 10:23 #

    Ich bin immer wieder überrascht über die (unzulässigen) Vergleiche aus dem Bereich „Natur“. Da gibt es Ähnlichkeitsgesetze der Mechanik: Demnach nimmt die muskuläre Leistungsfähigkeit von Lebewesen mit dem Quadrat der Größe zu (Querschnittsfläche der Muskeln), das Gewicht aber mit der dritten Potenz der Größe (Volumen). Das Problem Kraft/Masse ist also nichtlinear und erklärt sofort den Widersinn dieser Vergleiche. Daher kann der Mensch nicht wie der Grashüpfer das – was weiß ich – 50-fache seiner Körpergröße springen, usw., usw. Und ein Wal stirbt am Strand aufgrund seines eigenen Gewichts und ein Mensch nicht – wozu sollen also diese seltsamen Vergleiche gut sein?
    Fotografisch: Beeindruckend, da in Bewegung. Schade, dass kein dunkler Hintergrund vorlag.

    mfg micha

  3. Rolf 18. August 2015 at 00:24 #

    Mich wundert, daß nach zwei sachlichen Kommentaren keine Änderungen am Text vorgenommen wurden.

    • Gunther Kracke 9. September 2015 at 23:41 #

      Hallo Rolf,
      Du hast Recht. Leider ist das meinem Zeitmangel geschuldet. Ich müsste dafür eine Weiterleitung auf die alte URL einrichten. Ich denke die Kommentare helfen den Lesern sich weiter zu erkundigen und meine unzulänglichen Vergleiche mit einem Schmunzeln zu bewerten.
      Liebe Grüße
      Gunther

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